HUND, KATZE, MAUS?

Beim Aufräumen einer Gartenhütte im Raum Karlsruhe wurde im Spätsommer 2019 die Mumie eines unbekannten Tieres gefunden. Um welches Tier handelt es sich?

Dies sagt der Wirbeltierkurator des Naturkundemuseums, Dr. Albrecht Manegold, dazu:

Dies ist ein mumifizierter Steinmarder.

Derart mumifizierte Tierkörper werden häufiger gefunden. Sie können an trockenen, eher kühlen und gut durchlüfteten Orten entstehen wie z.B. Scheunen, Dachböden, Kellergewölben etc. Durch die trockene, kühle Luft wird dem Kadaver Wasser entzogen, was den Verwesungsprozess und auch die Entwicklung von aasfressenden Insekten und ihren Larven stoppen kann. Die Haare fallen dennoch aus und den Larven von Motten und Käfern zum Opfer.

Die verkrümmte Körperhaltung und das offenstehende Maul sind typisch für solche Trockenmumien, da sich mit zunehmendem Flüssigkeitsverlust die Muskeln verkürzen und die davon entspringenden Sehnen an ihren Ansatzstellen Zug auf die einzelnen Knochen ausüben.

Hier noch ein Bild eines präparierten Steinmarders aus der Sammlung des Naturkundemuseums.