WAS IST DAS FÜR EIN TIER?

Ich habe am Wochenende ein Tier entdeckt, das ich nicht kenne. Daher möchte ich mal fragen, ob das was Besonderes ist? Das Tier ist ca. 7-9 cm groß.

Das „Tier“ hat der Schmetterlingskundler am Naturkundemuseum, Dr. Robert Trusch, bestimmt:

Bei dem „Tier“ handelt es sich um zwei Pappelschwärmer (Laothoe populi), die sich gerade paaren. Sie gehören zu den Nachtfaltern, zur Familie der Schwärmer.

Mit einer Flügelspannweite von 7 bis 9 cm gehören Pappelschwärmer zu den größeren Faltern Mitteleuropas. Durch ihre graue Farbe sind sie nachts ideal getarnt. Da sie sich eher wenig bewegen, ähneln sie zudem vertrockneten Blättern, was ebenfalls einen guten Schutz vor Fressfeinden bietet. Die Geschlechter unterscheiden sich nur in der Fühlerform: Die Männchen haben behaarte, die Weibchen unbehaarte Fühler. Wobei die Männchen in der Regel auch etwas kleiner sind als die Weibchen.

Pappelschwärmer leben in feuchten Wäldern Europas und des Nahen Ostens, in Steinbrüchen, an Weg- und Waldrändern. Überall dort, wo Pappeln und Weiden in ausreichender Menge vorkommen.

Die Weibchen legen ihre Eier hauptsächlich auf der Unterseite der Pappelblättern ab. Sie sind grün und für Schmetterlinge relativ groß. Daraus schlüpfen gelb-grüne Raupen, auf deren Oberfläche feine gelbliche oder rötliche Punkte sowie ein gelber Querstreifen zu erkennen ist (siehe Foto unten). Raupen findet man zwischen Mai und September, sie werden mit der Zeit bis zu 7cm lang. In dieser Zeit fressen sie hauptsächlich an Weiden und Pappeln. Für die Verpuppung graben sich die Raupen nur wenige Meter vom Stamm ihrer Wirtspflanze in den Boden ein und überwintern dort als Puppen. Die ersten Falter fliegen von Mai bis Juli. Ihr Saugrüssel ist verkümmert, sie können keine Nahrung mehr aufnehmen. Ihr einziges Lebensziel liegt darin, einen Partner zu finden und sich zu paaren, damit das Weibchen wieder neue Eier legen kann. So beginnt alles wieder von vorn.