WAS IST DAS ÄLTESTE TIER, DAS IM MUSEUM LEBT?

Was ist das älteste Tier, das im Naturkundemuseum lebt?

Die Antwort auf diese Frage weiß Dipl.-Biol. Johann Kirchhauser, der Vivariumsleiter:

Das älteste Tier im Vivarium ist mit 30-35 Jahren Maurice, die Netzmuräne (Gymnothorax favagineus), die in einem Becken in der Ausstellung Klima und Lebensräume lebt.

Kurz vor der Eröffnung dieser Ausstellung im Jahr 2006 kam die Netzmuräne ins Haus. Sie hatte zuvor über 10 Jahre in einer Zoohandlung gelebt. Diese hatte Maurice von seiner Vorbesitzerin bereits 8-jährig übernommen, denn ihr war der Fisch zu groß geworden. In der Zoohandlung war die Netzmuräne ein willkommener Star für Schaufütterungen, wurde aber auch dort mit der Zeit zu groß für das Aquarium.

So war die Zoohandlung froh, dass das Vivarium des Naturkundemuseum die Netzmuräne aufnahm. In unserem Becken lebt Maurice mit vielen sehr kleinen Fischen zusammen. Diese sieht er nicht als seine Nahrung an, so bleiben sie verschont. Und was frisst Maurice bei uns? Die Antwort auf diese Frage gibt der neuste Film unserer Reihe Mahlzeit!

Übrigens: Das Netzmuster der Tiere wird mit zunehmendem Alter immer enger, der Schwarzanteil nimmt ab. Sie können bis zu 40 Jahre alt werden.

Und eine kleine Bastelvorlage mit Maurice ist hier unter Mitgemacht zu finden.

 

Ebenso schon ziemlich alt sind unsere Weißbinden-Glühkohlen-Anemonenfische (Amphiprion frenatus). Sie kamen 1990 als eine Nachzucht aus der Wilhelma in Stuttgart zusammen mit der Knubbelanemone (Entacmaea quadricolor), an der sie leben, ins Karlsruher Naturkundemuseum. Sie sollten eigentlich als schöner Hingucker auch das große Korallenbecken im Saal Form und Funktion – Vorbild Natur zieren. Allerdings wanderte die Anemone und mit ihr die Clownfische in dem großen Becken immerzu umher und vernesselte dabei zahlreiche Korallen, die auf ihrem Weg lagen, wodurch diese abstarben. Aus diesem Grund leben diese langjährigen Vivariumsbewoner momentan "hinter den Kulissen" im Keller des Hauses.