WASSERKREISLAUF IM GLAS

Aus dem Weltall betrachtet ist die Erde ein blauer Planet: Fast drei Viertel seiner Oberfläche sind von Wasser bedeckt. Dieses Wasser ist ständig in Bewegung und befindet sich somit auf einer unendlichen Reise.

Mit dieser Anleitung möchten wir dir die Möglichkeit bieten, dem Wasserkreislauf auf der Erde in einem einfachen Experiment zuhause auf den Grund zu gehen.

  • ein Gurkenglas oder ein großes Einmachglas
  • eine Pflanze mit Wurzel
  • etwas Erde, Sand und Kieselsteine
  • einen Deckel oder ein Stück Frischhaltefolie und ein Gummiband
  • etwa eine Tasse voll Wasser
  • Fülle das Glas zuerst mit Kieselsteinen, dann mit Sand und zum Schluss noch mit etwas Erde, sodass du am Ende drei Schichten im Glas hast.
  • Setze deine Pflanze, z.B. einen Setzling einer Tomate oder ein Gänseblümchen, in die Erde und gieße sie so, dass die Erde feucht ist, aber kein Wasser im Glas steht. Eine kleine Tasse voll Wasser entspricht in etwa dieser Menge.
  • Danach verschließt du das Glas mit dem Deckel. Ein Glas ohne Deckel kannst du mit einem kleinen Stück Frischhaltefolie und einem Gummiband verschließen.
  • Stelle dein Glas nun an einen halbschattigen Platz und beobachte, was passiert. Schon nach wenigen Stunden, kannst du sehen, wie dein Wasserkreislauf im Glas funktioniert.

Das Wasser im Glas wird von der Sonne erwärmt und verdunstet langsam. Dabei entsteht unsichtbarer Wasserdampf, der nach oben steigt und sich an der Glaswand und der Folie absetzt. Kühlt der Dampf ab, bilden sich kleine Wassertröpfchen. Erst wenn diese groß und schwer genug sind, tropfen sie auf die Pflanze und die Erde herunter. Dort wird das Wasser gespeichert und kann von der Pflanze über ihre Wurzeln aufgenommen werden. So bekommt die Pflanze genügend Wasser, um nicht zu verwelken, obwohl du sie nicht gießt. Die Erde kann aber nur eine bestimmte Wassermenge aufnehmen. Das übrige Wasser versickert bis in die unteren Schichten und füllt dort die Hohlräume zwischen den Sandkörnern und Kieselsteinen auf. In der Natur ist es ähnlich wie in deinem Glas: Das von der Sonne erwärmte Wasser verdunstet und steigt als Wasserdampf mit der warmen Luft nach oben. In den oberen kälteren Luftschichten kühlt dieser ab und kondensiert. Es bilden sich Wolken. Aus diesen fällt der Niederschlag je nach Temperatur als Regen, Hagel oder Schnee auf die Erde. Ein Teil davon fließt zurück in die Meere, Flüsse und Seen. Ein anderer Teil versickert im Boden und bildet das Grundwasser. Angetrieben durch die Sonneneinstrahlung und die Schwerkraft, geht das Wasser im Wasserkreislauf der Erde nicht verloren, es wird nur ständig umgewandelt.

Tipp: Wenn du deinen Wasserkreislauf im Glas über mehrere Tage beobachten möchtest, solltest du ab und zu etwas frische Luft in dein Glas lassen. Damit kannst du vermeiden, dass die Erde über längere Zeit zu feucht ist und die Pflanze von Pilzen befallen wird oder zu faulen beginnt. In der Natur sorgt hierfür der Wind.