MEISENKNÖDEL HERSTELLEN

Um Wintervögeln wie Meisen, Spatzen und Finken über die kalten Jahreszeiten zu helfen, wird empfohlen, diese von November bis Februar zu füttern – eine schöne Möglichkeit, die Vögel dabei zu beobachten.

Eine einfache Variante Futter bereitzustellen, besteht beispielsweise im Aufhängen von sogenannten Meisenknödeln. Das Futter – eine Mischung aus verschiedenen Samen, Nüssen und Fett – befindet sich bei gekauften Meisenknödeln oft in einem Plastiknetz. Die Vögel können sich jedoch in diesem Netz verfangen oder das Plastik mitessen. Um dies zu verhindern, zeigen wir euch, wie ihr mit wenigen Zutaten plastikfreie Meisenknödel selbst herstellen könnt.

Für einen Meisenknödel:

  • 100 g Kokosfett
  • 100 g „Körnermischung“ (ungesalzen und ungewürzt!), z.B. Sonnenblumenkerne, Haferflocken (Feinblatt), gehackte Nüsse (Haselnüsse oder Walnüsse), Haferkleie, Rosinen, Leinsamen, Hirse
  • Tipp: Am besten kauft ihr die Zutaten einzeln in einem Bioladen, da einige fertige Vogelfuttermischen Verunreinigungen aufweisen. So können Futtermischungen Samen des Beifußblättrigen Traubenkrautes (Ambrosia artemisiifolia) enthalten – einer Pflanze, die 1877 aus Nordamerika in Baden-Württemberg eingeschleppt wurde und ein hohes allergisches Potenzial hat. Verunreinigtes Vogelfutter fördert die unerwünschte Verbreitung dieser Pflanze.
  • Schnur (Länge: ca. 30 cm)
  • Schmelzt das Kokosfett langsam in einem Topf auf dem Herd.
  • Nehmt den Topf von der heißen Herdplatte und gebt die Vogelfuttermischung unter Rühren in das flüssige Fett.
  • Lasst das Gemisch abkühlen, bis das Fett wieder etwas fester ist – das dauert ca. 30 Minuten. Formt anschließend einen Knödel daraus. Arbeitet dabei ein Ende der Schnur mit in den Knödel ein.
  • Lasst den Knödel aushärten. Da Kokosfett einen Schmelzpunkt zwischen 23 und 26°C hat, könnt ihr den Knödel – je nach Zimmertemperatur – auch in den Kühlschrank stellen.
  • Jetzt könnt ihr den Knödel mit dem freien Ende der Schnur an einem Baum oder am Balkon befestigen. Sucht einen schattigen Platz aus, da das Fett in der Sonne schmelzen könnte.
  • Eventuell kann es ein paar Tage dauern, bis die Vögel die neue Futterstelle entdecken.